Der Regel-Editor im Portal hat einen eingebauten KI-Assistenten, der .cgr-Regeln
und die zugehörige .spec.md für Sie schreibt. Der Assistent ist kein Chat: Er
übernimmt sichtbar den Editor, tippt in die Panes, klickt Speichern und Spec-Lauf,
und gibt die Kontrolle danach an Sie zurück. Die Spec-Läufe sind dabei die einzige
Wahrheit. Erst wenn der Sandbox-Spec-Runner zustimmt, gilt eine Regel als fertig.
Der KI-Eingabe-Footer
Am unteren Rand des Editors liegt eine immer sichtbare Eingabezeile mit dem Platzhalter
"Beschreiben Sie Ihre Regel oder fangen Sie an zu tippen". Sie geben dort in normaler Sprache
(deutsch oder englisch) ein, was die Regel tun soll, und schicken es ab. Strg-K bzw.
Cmd-K springt von überall im Editor in diese Zeile.
Links neben der Eingabe sitzt das KI-Kontingent-Chip (siehe Kontingent)
und ein kleines KI-Badge. Während der Assistent arbeitet, ist die Eingabe deaktiviert
und eine Statuszeile zeigt, was gerade passiert.
Die drei Aufgaben-Typen
Was beim Absenden passiert, hängt vom aktuellen Editor-Zustand und Ihrer Eingabe ab:
- Neue Regel — bei leerem Editor erzeugt der Assistent zuerst die Spec-Fälle und dann die Regelquelle. Auch bei vorhandenem Inhalt wird neu generiert, wenn Ihre Eingabe ausdrücklich nach einer neuen Regel verlangt.
- Verfeinern — bei vorhandener Regel/Spec baut der Assistent auf dem aktuellen Stand auf und ändert gezielt nur die betroffenen Zeilen, statt alles neu zu tippen.
- Randfälle härten — der adversariale Durchlauf (siehe Härten).
Während des Schreibens kann der Assistent die echte Roslyn-AST eines C#-Schnipsels und
den DSL-Sprachserver (Lint und Vervollständigungen) als Werkzeuge abfragen, bevor er sich
auf ein Prädikat oder einen Kind festlegt. Das erhöht die Treffsicherheit beim ersten
Versuch.
Die Validierungsschleife
Nach dem Generieren startet der Assistent einen Spec-Lauf und liest dessen Ergebnis. Ist
ein Fall rot, bekommt das Modell die genaue Diagnose (erwartet, tatsächlich, verletzende
Entitäten, Diff, Trace) zurück und bessert gezielt die betroffenen .cgr-Zeilen nach,
dann läuft die Spec erneut. Das wiederholt sich, bis alles grün ist oder das Iterations-Limit
des Plans erreicht wird.
Wird nach dem Limit keine grüne Regel erzeugt, stoppt der Assistent ehrlich ("Konnte keine grüne Regel erzeugen.") und lässt den Teilstand zum manuellen Nacharbeiten stehen. Die Iterationen innerhalb einer Generierung sind interne Nachbesserungen und zählen nicht einzeln gegen das Kontingent.
Auf nicht behebbare Provider-Fehler (Authentifizierung, ungültige Antwort, Ablehnung) stoppt der Lauf mit einer klaren Statusmeldung. Vorübergehende Fehler und Rate-Limits werden mit Backoff automatisch wiederholt und kosten keine Generierung.
Härten (Randfälle finden)
Sobald der erste Spec-Lauf für die aktuelle Fassung grün ist, wird im Spec-Drawer der
Button ✦ Edge cases finden aktiv. Ein Klick startet den adversarialen Durchlauf: Der
Assistent schreibt zusätzliche Spec-Fälle, die auf typische blinde Flecken zielen
(Geschwister-APIs, nameof, Look-alikes), und passt die Regel an, bis alle Fälle — die
ursprünglichen plus die neuen — wieder grün sind. Der Härtungs-Durchlauf zählt als eigene
Generierung.
Anhalten und unterbrechen
Solange die KI aktiv ist, erscheint oben in der Editor-Leiste ein Stop-Button. Ein Klick bricht den Lauf sofort sauber ab; bereits getippte Änderungen bleiben erhalten, der Editor gehört wieder Ihnen.
Tippen Sie selbst, während die KI arbeitet, pausiert sie sofort. Nach drei Sekunden Ruhe fragt eine Einblendung über dem Footer "Soll ich aufbauend auf Ihre Änderungen weitermachen?" mit Ja / Nein / Neuer Intent. Ja macht auf Ihrem geänderten Stand weiter (über den Verfeinern-Pfad), Nein verwirft die Frage, Neuer Intent setzt den Fokus zurück in die Eingabezeile.
Kontingent und Zählung
KI-Generierungen sind pro Plan und Kalendermonat gedeckelt. Die Zählregel ist einfach: Eine Generierung = ein abgeschickter Intent, der bis zu einer fertigen Regel läuft (Erfolg oder endgültiger Fehlschlag). Die internen Iterationen innerhalb einer Generierung zählen nicht. Der Härtungs-Durchlauf ist eine eigene Generierung. Provider-seitige Fehler (vorübergehend, Rate-Limit, Authentifizierung) verbrauchen keine Generierung.
Das Chip im Footer zeigt jederzeit verbraucht/Limit. Ab 80 % wird es bernsteinfarben und
blendet eine Zeile "Noch N von M Generierungen diesen Monat" ein; die Eingabe bleibt nutzbar.
Bei 100 % wird die Eingabe gesperrt (Platzhalter "Monatslimit erreicht") und ein Hinweis
verlinkt auf Ihre Abo-Verwaltung.
Die Monatslimits sind plan-abhängig (Trial 5, Starter 25, Team 50, Business 125, Enterprise 500, individuell per Vertrag erweiterbar); die Iterationstiefe je Generierung skaliert analog (Trial 3, Starter 4, Team 5, Business 10, Enterprise unbegrenzt).
Weiter
- Einstieg — der Überblick über das Regelschreiben.
- DSL-Grammatik — die formale Sprachreferenz, an der sich auch der Assistent orientiert.
- test (Spec-Tests) — wie Spec-Läufe Hit-/Miss-Fälle gegen eine Regel prüfen.